Hallo ihr Lieben,

es ist soweit wir haben es geschafft unseren nächsten Teil fertig zu schreiben... viel Spass beim Lesen.

Tag 10:


Heute morgen wurden wir von der Morgensonne in der Wüste geweckt... Zähne putzen in der Wüste ist schon eine Herausforderung wenn man auf eine Sandreinigung verzichten möchte. Anschließend wurden wir von unserem "Wachkamel" wieder zum Resort gebracht. Nach dem Frühstück ging es dann zurück zum Hotel. Netterweise wurde uns ein Zimmer für eine Stunde zur Verfügung gestellt... wie man sich auf eine Dusche freuen kann ;-) Den restlichen Tag über war dann ausruhen angesagt. Am frühen Abend ging es zum Bahnhof. Wir sollten nun erste Klasse Tickets haben... wir hofften es, vor allem für den Reiseveranstalter ;-) Im Abteil angekommen fiel uns ein Stein vom Herzen, nein nicht einer, ein ganzer Berg von Steinen. Wir waren mit 3 weiteren Frauen und einem jungen Mann in der Kabine... Yes, nun kann auch mal ein Auge zugemacht werden.

Tag 11:

Essen, schlafen, lesen... die 18 Stunden Zugfahrt vergingen erstaunlich schnell.
Empfangen wurden wir von unserem vermissten Ram. Wir hatten sogar ein "direkt im Zug Abholservice".
Es ging ab zum Hotel und nach einer Dusche waren wir fit genug um dem Reisebüro unsere Meinung bzgl der ersten Zugfahrt zu sagen... nix da mit einer Neubuchung für Südindien ... Das Gesicht hättet ihr sehen müssen. Das zurückerstattete Geld haben wir dann Ram schön als Trinkgeld draufgelegt ;-) Im Anschluss waren wir im Lodipark bevor es auf den Markt ging um die Zutaten für das Abendessen zu besorgen. Ram hatte uns zu seiner Familie eingeladen, damit wir lernen indisch zu kochen... privat learning by doing also ;-) Der Abend war ein echtes Erlebnis und hat uns gezeigt, wie man mit ganz wenigen Utensilien sooo viele leckere Sachen zaubern kann... Ach ja und wer davon ausgeht, dass in einer ca. 4 qm kleinen Küche max drei Personen Platz finden, der hat sich gewaltig getäuscht. Zeitweise haben wir es zu siebt geschafft und das nicht einmal gestapelt.

Somit ging nun unser letzter Abend in Nordindien zu Ende :-( Wir sind ein wenig traurig aber freuen uns auch auf den Süden vorallem auf das Meer.

Tag 12:

Um zehn Uhr vormittags wurden wir von Ram abgeholt und zum Flughafen gebracht. Unsere letzte Fahrt mit ihm :-( Nun waren wir EINMAL pünktlich und der Flug hat natürlich 4 Stunden (!!!) Verspätung... Lerne: pünktlich zu sein lohnt sich nicht. Um zwölf Uhr nachts sind wir dann endlich im Hotel angekommen... das Zimmer ein Traum, wir merkten: Es geht auch in sauber ;-)


Tag 13/14:

Unser erster Tag in Kochi führte uns erst einmal ab zum Strand... Leider wurden wir ein wenig enttäuscht, da auf unserer Seite die ganzen Fischer sind und der Strand nicht wirklich schön ist. Ans Schwimmen ist hier nicht zu denken... aber die chinesichen Fischernetze sind schön anzusehen und auch der Meerblick hat es in sich. Carmen entdeckte am Strand zwei Babyschildkröten, die sie gerettet hat und zurück ins Meer brachte. Carmen, der Turtle-Retter ;-)

Den übrigen Tag über und auch am nächsten Tag haben wir das Städtchen erkundet und eine Tour zu den Backwaters gebucht. Wir hatten das Glück im Hotel ein kleines Zimmer für die restlichen Tage zu bekommen und somit war relaxen angesagt.

Tag 15:

So, heute wollten wir doch mal einen Strand sehen, an dem man auch baden kann. Wir standen vor der schwerwiegenden Entscheidung entweder 1000 Rupien (ca. 12 &euro für eine Fahrt mit dem TukTuk zum besagten Strand zu nehmen oder die Fähre für 2 Rupien und anschließenden Bus für 15 Rupien zu nehmen. Nach langem Abwägen entschieden wir uns dann für letzteres. Der Strand war sehr schön und nicht überlaufen... Das einzige Problem: Dort wo wir uns aufhielten, waren irgendwie schwups die wups jede Menge männlicher Zeitgenossen ... waren wir schon berühmt geworden ohne es zu merken ;-) Weit und breit war keine Frau in Badekleidung zu sehen :-( Um es uns nicht nehmen zu lassen schwimmen zu gehen, haben wir uns mit zwei anderen Touristinnen zusammengeschlossen... uuuunnnd ab ins Meer! Wir haben zum Schluss noch einen Trick herausgefunden: Tue so als ob du gehst und innerhalb von Sekunden lösen sich die Gaffer in Luft auf. Nachdem wir Liegen gefunden hatten und somit das Gefühl von ein wenig Sicherheit (auch wenn sie täuschend ist), konnten wir noch eine Weile das Meer geniessen.

Abends im Restaurant wurden wir von einem Filmproduzenten angesprochen ob wir am nächsten Tag nicht an einem Dreh teilnehmen könnten... Wir in einem Bollywoodfilm? Hmm... da haben wir uns dann doch lieber für die Backwaters entschieden und haben wohl die Chance berühmt zu werden vertan... aber man kann ja nicht alles haben.


Tag 16:

Heute ging es mit ca. 15 anderen Touristen (noch nie haben wir soviele auf einmal in Indien gesehen) zu den Backwaters. Die Fahrt in einem Hausboot, das von Hand mit Hilfe eines Bambusstockes betrieben wird, war sehr entspannend. Innerhalb der Tour besichtigten wir eine Fabrik in der aus Muscheln Kalk hergestellt wird, eine Gewürzplantange sowie die Herstellung von Seilen aus Kokosnussfasern. Zwischenzeitlich gab es ein Mittagessen auf einer unbewohnten Insel. Das Essen wurde auf Bananenblättern serviert. Nicht nur das Wetter brachte uns zum schwitzen, sondern auch das Essen.

So, zum Abendessen muss jetzt mal ein weiteres Restaurant ausprobiert werden... Wir durften feststellen, dass es das "beste" Restaurant bisher war. Die Pommes dauerten ca. eine Stunde, okay bei selbst gemachten Pommes kann das ja mal passieren... aber nein, es war Tiefkühlkost. Carmens Fisch war dann auch nach etwas über einer Stunde fertig und wirklich gut. Und ja, nach eineinhalb Stunden kam dann auch Yvonnes Cream Tomatensuppe... Wunder werden wahr... oder doch nicht? Es war eine Instantsuppe... grrr... Wir haben beschlossen, fünf Sterne für die sensationelle Langsamkeit zu geben. Das zu schaffen muss doch belohnt werden!

Da wir am Flughafen von New Delhi die schönen Strände von Sri Lanka gesehen haben und wir nun genug Zeit in Südindien verbracht haben... fanden wir die Idee, einen kleinen Abstecher nach Sri Lanka zu machen, sehr ansprechend und haben uns mal eben einen Flug gebucht.... eine Stunde Flugzeit, das müssen wir doch mitnehmen ;-) Am Sonntag gehts nach Sri Lanka.

Tag 17:

Heute waren wir im Dutch Palace, der Jewish Synagoge und haben noch letzte Einkäufe erledigt. Unser letzter Abend in Kochi geht gemütlich zu Ende.

 

Rund um Indien:

Verkehr: Neben Autos, Bussen und Motorrädern befinden sich auf den indischen Strassen auch TukTuks, Rikshas, Fahrräder, Erwachsene, kleine Kinder, Büffel, Kühe, Elefanten, Kamele, Hunde, Ziegen, Schweine und Katzen. Und wer bisher gedacht hat, auf ein Motorrad passen nur 2 Personen, na der wird hier des besseren belehrt. 3 Erwachsene und ein Kleinkind passen locker drauf, nebenher wird telefoniert und Helme sind natürlich unnötig. Verkehrsregeln gibt es eigentlich keine, nun gut vielleicht eine: Die lauteste Hupe gewinnt :-) Während bei uns die Bremsen und Reifen für den TÜV ausschlaggebend sind, ist hier die Hupe lebensnotwendig. Immer mal wieder kommt es vor, dass einem ein Falschfahrer entgegenkommt. Doch das ist nicht so schlimm, denn das Anschnallen auf der Rückbank ist in Indien eh verboten. Wir wundern uns, dass nicht mehr passiert. Vielleicht liegt es ja daran, dass sich die Leute nicht an die Regeln halten ... wir werden das in Deutschland mal ausprobieren ;-)

Das Essen: Es ist wahnsinnig lecker und wirklich günstig. Für 2 Personen inklusive Getränke zahlt man ca. 5 Euro und das in einem guten Restaurant. Fleischgerichte gibt es hier nur wenige; ein Paradies für Vegetarier. Da Ram uns ausschließlich in gute Restaurants führte, wurden wir von diversen Magenproblemen bislang verschont.


Mücken: diese Biester haben uns in Nordindien noch verschont um wahrscheinlich im Süden die Attacke auf uns zu starten... Wir sagen euch: Ein abgekartetes Spielchen. Aktuell können wir locker gemeimsam mit 60 Mückenstichen dienen. Nicht einmal Antibrumm hält sie fern.

Fotos: Also helle Frauen sind hier wirklich eine Attraktion. Wir werden sehr oft nach gemeinsamen Fotos gefragt... so fühlen sich wahrscheinlich Stars ;-)

Frauen: Sehr verwundert hat uns im Norden, dass wir kaum eine indische Frau gesehen haben. Die Strassen sind voll von Männern. Im Süden hingegen sind die Frauen häufiger anzutreffen und meist sehr schön bunt gekleidet.

 

 

21.12.13 19:34

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